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Energienews


Klimaschutz wächst nach: Holznutzung als unterschätzer Faktor für das Weltklima (13.11.2017)

Vom 6. bis zum 17. November 2017 werden in Bonn auf der 23. Weltklimakonferenz (COP 23) die Klimaziele der Weltgemeinschaft verhandelt.

Holz gilt als Hoffnungsträger zur Erreichung dieser Ziele. Deutschlands wichtigster nachwachsender Rohstoff entzieht der Atmosphäre CO2, ersetzt energieintensive Baustoffe und trägt zum Ausbau der Erneuerbaren Energien bei.

Mit 25.000 Teilnehmenden wird die UN-Klimakonferenz COP 23 die bislang größte zwischenstaatliche Konferenz hierzulande. Neben den Verhandlungen über die künftige Klimapolitik will die Veranstaltung erfolgreiche bestehende Klimaschutzprojekte präsentieren. Zu den Aushängeschildern Deutschlands gehört die nachhaltige Forst- und Holzwirtschaft. Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 bekannte die Weltgemeinschaft, die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen und bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts treibhausgasneutral werden zu wollen. In Bonn werden die Delegierten nun die Details zur Anwendung des Abkommens verhandeln.

Holznutzung entscheidender Faktor für den Klimaschutz

Nachwachsende Bäume entziehen der Atmosphäre nicht nur das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid, sondern binden dieses auch über die komplette Nutzungsdauer. „Eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes verbunden mit einer ressourceneffizienten Holzverwendung ist der effektivste Weg, um das Klima dauerhaft zu schützen“, erklärt Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. (DeSH). Der studierte Forstwirt plädiert seit Jahren dafür, die Potenziale von Holz konsequent auszuschöpfen: „Weltweit wird Deutschland für seine Waldbewirtschaftung als Vorreiter bewundert.“ Die Chance des Weltklimagipfels in Bonn ist nun, die Bedeutung von Holz in die Welt zu tragen. Die positiven Aspekte der Holzverwendung seien vielen Menschen bislang nicht bewusst. „Allein in Deutschland könnten 126 Millionen Tonnen CO2 durch Waldbewirtschaftung und Holzverwendung eingespart werden. Das entspricht 14 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands“, erklärt Schmidt.

Holz ermöglicht CO2-Einsparung im Gebäudebereich

Dreißig Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland entfallen bisher auf den Gebäudesektor. Ein erheblicher Anteil entsteht bei der Herstellung der Baustoffe. Durch einen verstärkten Einsatz von Holz könnten vor allem im Bauwesen energieintensive Materialien wie Stahl und Beton ersetzt und damit 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden (Substitutionseffekt). Hinzu kommt die Speicherfunktion von Holz. Das Einsparpotenzial beläuft sich allein in Deutschland auf zwei Millionen Tonnen. Anschaulich gefasst: ein komplettes Holzhaus verbraucht 50 Prozent weniger CO2 als ein Haus in konventioneller, mineralischer Bauweise.

Holz – der Schlüssel zur biobasierten Wirtschaft

Neben dem klimaschonenden Einsatz von Holz im Baubereich bietet auch die Nutzung von Reststoffen für die Erzeugung erneuerbarer Wärme und Strom große Potenziale für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Einsparung von CO2. „Zentral vor diesem Hintergrund ist der ressourceneffiziente Einsatz“, sagt Schmidt. Die Sägeindustrie sei ein gutes Beispiel, wie man den Rohstoff komplett und nahezu abfallfrei wertschöpfe: Nebenprodukte wie Hackschnitzel und Sägespäne dienen zur Produktion von Holzwerkstoffen, Papier und Zellstoff oder werden als feste Biomasse in den Kraft-Wärme-Anlagen der Sägewerke zur Erzeugung erneuerbaren Stroms, Prozess- und Raumwärme genutzt und ins öffentliche Netz gespeist. Damit werden zahlreiche der ländlichen Regionen mit Strom- und Wärme versorgt. Im Namen der Sägeindustrie in Deutschland ruft Schmidt sowohl die künftige Bundesregierung als auch die Weltgemeinschaft dazu auf, die Bedeutung der Holzwirtschaft für den Klimaschutz zu berücksichtigen.

Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Die Deutsche Säge- und Holzindustrie ‒ Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 600 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht Die Deutsche Säge- und Holzindustrie für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.

Quelle: Deutsche Säge- und Holzindustrie
Internet: www.saegeindustrie.de

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